Der schmale Grat hat sein Versprechen nicht erfüllt,
dich rauszulotsen aus dem düstren Wald
Die Sehnsucht die dich Trieb, vergessen, unerfüllt
willst du nun Rasten, doch nirgends sich’rer Halt
Das Dickicht, das vertraute, das einst Geborgenheit
nun tiefe Furcht empfinden lässt
Hetzt: Es wird Zeit
dass du den trauten Trampelpfad verlässt.
Die Stämme und die Kronen dicht beieinander gestellt
mit Ästen kahl und drohend, zum Greifen schon bereit
läufst du zuletzt ins Dickicht, was Kräfte prellt
und bietet es dem Fuße keinen Halt
Kein Lichtstrahl bricht durch diese finstren Kronen
Es bleibt dir Angst als einziger Begleiter
Die Muskeln schmerzen: setz dich, um dich zu schonen.
Kein Ziel, kein Antrieb, kein Weg weiter
Du lehnst dich schließlich an den Stamm der Buche,
und langsam geht die treibende Angst verloren
vergisst du schließlich die Leere deiner alten Suche
wird in dir bald ein neuer Wunsch geboren.
November 2005
Wenn das noch nicht motivierend genug war, hier die absolute Abhilfe