Schlagwörter
Daniel Oetzel, Frauenvollversammlung, Gedicht, Gedichte, Gender, Geschlechterrollen, Lyrik, Patriarchiat, Studierendenparlament, Uni Hamburg
Nach dem heutigen Vergleich unserer Vizepräsidentin der Universität Hamburg, sie könne nicht über Stine zur FrauenVollversammlung einladen, denn sonst müsse sie ebenfalls zu der Versammlung der Zeugen Jehovas Einladungen verschicken, kann ich uns lediglich Mut und Kraft für die morgige Frauenvollversammlung wünschen. Sie hätten nicht so viel Angst vor uns, wenn wir nicht das richtige täten. Holen wir uns den Kuchen!
Sie schätzen uns als schön und ästhetisch
und ruhig aber emotional
aus alldem Geschwätz
stecken wir neue Wege
Auf welchen sie schreiten bis wir zerbrechen.
Wir ertragen und treten zur Seite
Und schweigen, da andere sprechen.
Wir schweigen wo andere herrschen
Und lassen uns sagen, das müsse so sein
Doch hören wir zu und malen uns aus
Die Welt mit unseren Worten und Händen
sie wäre nicht schlecht
So nahmen die Dinge stets ihren Lauf
Sie backen Mauern die sie um sich bau‘n
und trampeln auf unseren Wegen hinauf
und setzen uns Ziele und Mittel und Grenzen
Und drumherum einen Zaun
manchmal lassen sie Krümel zurück
Wir schweigen uns an doch ist uns zum Schreien zumute
Sie reden wir schweigen uns an
Sie reden damit wir nicht brechen
mit Geschwätz und Zäunen die Sie erbauen
Und Arm in Arm einen Pfad ertrampeln und vor ihnen gehen, dann
Wenn unsere Augen sich heimlich treffen:
Fragen wir uns wie und nicht wann
fangen wir an zu backen!