Schlagwörter
AStA Uni Hamburg, Dnaiel Oetzel, Stupa Hamburg, Vergleich Frauen und Nazis
Wie gestern und vorgestern kurz erwähnt, sieht Herr Daniel Oetzel – gelinde ausgedrückt – Interdependenzen zwischen dem Geschlecht(weiblich) und politischer Gesinnung(rechts). Heute hat die Opposition in Form einer Rücktrittsforderung reagiert. Es bleibt abzuwarten, wie der AStA und das Stupa im folgenden verfahren.
Rücktrittsforderung an den AStA-Referenten für Hochschulpolitik wegen wiederholter Gleichsetzung von Frauen und Nazis.
Hamburg, den 15. Januar 2012
Im Studierendenparlament der Uni Hamburg hat sich der Richtungsstreit um die Studentische Interessenvertretung erneut zugespitzt.
Schon im Dezember diskutierte der AStA auf Antrag zahlreicher Studentinnen darüber, ob er für eine Vollversammlung aller Studentinnen zur Wiedereinrichtung des teilautonomen Frauenreferats im AStA über das Informationsnetz „STiNE“ aufrufen will.
Der Referent für Hochschulpolitik, Daniel Oetzel (Liberale Hochschulgruppe), lehnte dies unter dem Vorwand ab, dann könnten ja auch „Nazis“ vom AStA erwarten, daß er für ihre Versammlungen mobilisiere.
Diese Gleichsetzung von Frauen, die sich in der studentischen Interessenvertretung solidarisch engagieren wollen, mit der praktizierten Weltanschauung der äußersten Rechten, die auf die Ermordung und Erniedrigung von Menschen zielt, verharmlost den Faschismus, diskriminiert Frauen und ist auch sonst zutiefst reaktionär.
Oetzel wurde darauf hin in der Studierendenschaft scharf für sein Verhalten kritisiert.
In der Sitzung des Studierendenparlamentes am 12. Januar 2012 wiederholte er als Reaktion auf diese Kritik, seine kruden Positionen: Oetzel erklärte, er habe nicht „Frauen“ mit „Nazis“, sondern lediglich eine „Frauenvollversammlung“ mit einer „Nazivollversammlung“ gleichgesetzt.
Diese Gleichsetzung solidarisch aktiver Menschen mit mörderischen Aktivist_innen ist Ausdruck der zynischen Beliebigkeit des modernen Liberalismus. Wer so rechts ist, bekämpft Studierende anstatt ihre Interessen zu vertreten.
Die studentischen Gruppen Regenbogen/Alternative Linke, SDS, Fachschaftsbündnis, harte zeiten – junge sozialisten und Liste LINKS haben daher sofort den Rücktritt und ersatzweise seine Abberufung durch den AStA-Vorstand Oetzels gefordert.
Daraufhin erklärte der 1. AStA-Vorsitzende David Fürcho (Jusos), er werde sich „in keinem Fall“ von Oetzel trennen. Die 2. AStA-Vorsitzende Luise Günther (CampsGrün) zeigte sich zwar „schockiert“, wollte aber vorerst keine Konsequenzen daraus ziehen.
Die Opposition fordert daher den Rücktritt und eine Neubildung des AStAs.
Das teilautonome Frauenreferat im AStA war von einigen Jahren unter der Ägide von liberaler und SPD-Jugend abgeschafft worden.
Beteiligte:(Regenbogen)
(SDS)
(Fachschaftsbündnis)
(harte zeiten – junge sozialisten)
(Liste LINKS)